Unser Nationalteam ging vergangene Woche beim Weltcupfinale im italienischen Santa Caterina an den Start. Portmann vermochte in beiden Sprintslaloms mit Rang vier zu überzeugen und wurde Dritter im Gesamtweltcup.


Das Weltcupfinale der Grasskifahrer fand am 24. und 25. August im italienischen Santa Caterina statt, wo der Kampf um die Kristallkugeln, die Trophäen für die Gesamtweltcupsiegerin und den Gesamtweltcupsieger, entschieden wurde.

Unser Team  reiste mit unterschiedlichen Erwartungen nach Italien, während  Stefan Portmann im Gesamtweltcup den zweiten Zwischenrang zu verteidigen hatte, ging es beim Rest des Team vor allem sich gut auf die bevorstehende Weltmeisterschaft in Kaprun (AUT) vorzubereiten.

 

An den Wettkampftagen in Santa Caterina wurden zwei Sprintslaloms in je vier Läufen ausgetragen, wobei von den ersten beiden Läufen sowie vom dritten und vierten Lauf jeweils die bessere Zeit zum Endergebnis gewertet wurde.

 

Vierter Rang im ersten Rennen für Portmann

Nachdem Portmann am Donnerstag nach den ersten beiden Läufen auf dem zweiten Zwischenrang lag, schafften es die beiden Österreicher Michael Stocker und Hannes Angerer mit starken Zeiten im dritten und vierten Lauf, Portmann vom Podest zu verdrängen. Portmann blieb das Hundertstel-Glück verwehrt und ihm fehlten lediglich 12 Hundertstelsekunden, um seinen zweiten Zwischenrang zu halten. So erreichte Portmann Rang vier. Stocker und Angerer kamen auf die Ränge zwei und drei, während der Italiener Lorenzo Gritti einen weiteren Sieg im Slalom einfuhr. Domenic Senn platzierte sich auf dem 11. Rang und der noch bei den Junioren starberechtigte Vito Schaniel wurde zwanzigster. Der Weltcupführende Edoardo Frau aus Italien zeigte mit dem sechsten Rang im ersten Rennen erstmals Schwäche und verlor im Gesamtweltcup einige Punkte auf seine Konkurrenten.

 

Portmann verpasst Podest wiederum knapp

Sowohl bei den Frauen als auch bei den Herren blieb es bis zum Schluss spannend im Kampf um die Kristallkugeln. Im letzten Weltcuprennen der Saison hiess es Vollangriff für Portmann, denn auch für ihn war der Gesamtsieg noch möglich.

Kleinere Fehler in den ersten beiden Läufen bedeuteten jedoch nur den siebten Zwischenrang für Portmann. Mit einer grandiosen Fahrt und der Bestzeit im dritten Lauf verbesserte er sich wiederum auf den vierten Platz. Auch dieses Mal war das Glück nicht ganz auf seiner Seite. Nur 5 Hundertstelsekunden trennten ihn vom zweiten Rang. Sieger wurde erneut Lorenzo Gritti, der damit alle Slalom-Weltcuprennen dieser Saison gewinnen konnte, vor dem Tschechen Martin Bartak und Hannes Angerer.

 

Rang drei im Gesamtweltcup

Weltcupleader Edoardo Frau reichte im abschliessenden Slalom ein sechster Rang, um zum fünften Mal die Kristallkugel bei den Herren zu gewinnen. Stefan Portmann musste Michael Stocker zwar den zweiten Rang im Gesamtweltcup überlassen, konnte mit seiner Leistung in den Sprintslaloms und dem Erreichen des hervorragenden dritten Ranges, nach einer schwierigen Zeit seit seiner Verletzung vor zwei Jahren, mehr als zufrieden sein.

 

Der dritte Rang im Gesamtweltcup ist nicht der einzige Erfolg für Portmann. Er entschied durch seine starken Leistungen während der gesamten Saison die Disziplinenwertung im Super-G für sich und erzielte den dritten Rang in der Riesenslalom-Wertung.

 

Bei den Frauen gewann die Österreicherin Jacqueline Gerlach beide Sprintslaloms, wobei sie sich den Sieg im zweiten Rennen mit der Slowakin Barbara Mikova teilen musste. Barbara Mikova bekam dank ihrem Punktevorsprung auf Gerlach und dem Erfolg im zweiten Slalom die Kristallkugel als Gesamtweltcupsiegerin der Frauen überreicht.

 

WM nächste Woche als Saisonhighlight

Die kommenden Tage und Wochen bereitet sich unser Grasski-Team auf die Weltmeisterschaft im österreichischen Kaprun vor. Die Medaillen werden vom 5. bis 9. September in den Disziplinen Super-G, Superkombination, Slalom und Riesenslalom vergeben. Die beiden Schweizer Stefan Portmann und Mirko Hüppi zählen an der Weltmeisterschaft auch zu den Medaillenkandidaten. Dominic Senn, Martin Schacher und auch Vito Schaniel werden das Swiss Grasski Team komplettieren und sind auch für Plätze im ersten Drittel bereit. Die Trainingsleistungen stimmen jedenfalls; es gilt nun diese auch in den Rennen umzusetzen.